Lilos Methodik stützt sich auf die Berliner Schule und die pädagogische Arbeit von C. Salzedo und H. Renie. Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf dem Verbessern der Spieltechnik und der Haltung am Instrument, um sich im weiteren Verlauf mehr auf den musikalischen Ausdruck konzentrieren zu können und diesen zu verfeinern. Es werden leichte bis mittelschwere klassische und zeitgenössische Stücke gespielt. Fortgeschrittene können bei Lilo auch Werke der klassischen Sololiteratur von Händel, B-Britten, Debussy, Faure und Hindemith studieren.
Biographie:
Lilo Kraus, seit 1984 erste Soloharfenistin am Staatstheater Nürnberg, ist bereits seit ihrem zehnten Lebensjahr konzertant tätig. 1956 in Niederbayern (Deggendorf) geboren, kam sie als Kind schon in Berührung mit der dortigen traditionellen Musik. Zahlreiche Schallplattenaufnahmen und Rundfunkauftritte in einer klassischen Stubenmusikbesetzung belegen dies. Die Begeisterung für europäische Musik, Volkstänze und klassische Chormusik prägten sehr stark ihre Zeit zwischen dem 12. und 18.Lebensjahr.
Die berufliche Laufbahn als Konzertharfenistin begann an der Fachakademie für Musik Nürnberg. Sie studierte bei Betty Förg und Prof. Reichling. In dieser Zeit erhielt sie den Dr. Josef-Drechsel-Preis der Stadt Nürnberg. Die Ausbildung als Orchestermusikerin schloss sie mit der künstlerischen Reifeprüfung ab.
Es folgt das Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bei Prof. Konhäuser. Nachdem sie sie Abschlussprüfung mit Auszeichnung bestanden hatte, wurde sie in die Solistenklasse aufgenommen. Ihr Studium beendete sie mit dem Konzertexamen 1987.
1988 erarbeitete sie in Paris mit dem berühmten Harfenisten Pierre Jamet Werke von Claude Debussy
Seit September 1991 ist sie Dozentin an der Musikhochschule Nürnberg
Mit Christian Thielemann und den Nürnberger Philharmonikern spielte sie 1991 als Solistin Dance sacrale und Danse profane von Claude Debussy
Des Weiteren spielte sie mehrmals das Konzert für Flöte und Harfe von W.A. Mozart und das Concertino von G. Tailleferre mit Jac van Steen und Fabricio Ventura und den beiden Nürnberger Orchestern.
Von den verschiedensten Opernhäusern und Kulturorchestern wird Lilo Kraus häufig als Gast engagiert. Wie zum Beispiel 1992 zu CD-Aufnahmen und Konzerten bei den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von James Levine. Solistin: Jessey Norman Zuletzt gastierte Sie bei den Opernfestspielen 2008 in München mit Kent Nagano
1994 erhielt Lilo Kraus den Kulturpreis der Stadt Deggendorf
Gastspiele führten sie nach Frankreich, Schweiz, Österreich, Russland, China, Italien und Griechenland. Im November 2008 folgt sie einer Einladung zum 2. Harp-Festival nach Paraguay.
Sehr erfolgreich ist ihr Programm „Harfe Solo“. Sie bezieht sich auf musikalische Traditionen und spielt auf verschiedenen Harfen Musik aus Irland, Spanien, Südamerika und Stücke aus dem böhmisch-bayerischen Kulturraum. Auf der Konzertharfe erklingen Werke aus dem Solorepertoire der klassischen Konzertliteratur (Spohr, Bach, Debussy, Britten usw.)
Lilo Kraus liebt es mit ihrem Instrument auch musikalische Grenzen zu überschreiten. So verwirklicht sie eigene Projekte mit zeitgenössischer Kammermusik („Hast Du mal Feuer, Prometheus?“) und gründete das Trio Harp&Harp mit dem Bluesharpspieler Chris Schmitt und dem Percussionisten Yogo Pausch
Es gibt von Lilo Kraus 3 Solo CDs: Wurzelmusik, In Balance und Harfe Solo